Vienna Chess Open

Schönster Turniersaal weltweit?

Der Festsaal des Wiener Rathauses ist alle zwei Jahre Schauplatz des Vienna Chess Opens, so in diesem Jahr vom 17. bis 24. August. Gespielt werden 9 Runden CH-System in der Regel ab 17 Uhr, so dass auch genug Zeit zum Kräftemessen mit allen Kaffeehausspielern in Österreichs Metropole bleibt. Frank Wittenbrock spielt in diesem Jahr sicher mit und freut sich über Gleichgesinnte aus dem Schachklub St. Gallen. Finden sich vier - oder noch mehr? - könnte man eine gemeinsame Unterkunft z.B. Ferienwohnung erwägen. Bitte meldet Euch persönlich oder per Email bis Anfang Mai bei Frank, wenn Euch dieses Turnier auch anlockt. Alle Infos von der Ausschreibung bis zum Zeitplan findet Ihr auf der Turnierseite. Frank Wittenbrock

Aufgaben des Tages

Bärentöterpreise 2018

FM Noah Fecker und Jan Frei siegreich

Die Bärentöterpreise - vom SK St. Gallen jährlich ausgelobte Prämien für einen vollen Punkt gegen einen möglichst starken Gegner - gewannen im Jahr 2018 Noah Fecker und Jan Frei. Herzliche Gratulation!
Noah schob sich beim Weihnachtsopen fast auf den letzten Drücker an die Spitze: Bei seinem Triumph in der fünften Runde am 29. Dezember gegen IM Giulio Borgo (Elo 2410) verzeichnete Noah 229 Elo-Punkte weniger als sein Gegner. Im Turnier performte Noah ca. 2370 Elo und erfüllt mit seiner nächsten Elo-Berechnung die Voraussetzungen für den FIDE-Meistertitel! Noch einmal herzliche Gratulation! Noah verdrängte im Bärentöterpreis Sebastian Völker von Rang 1 in der Kategorie >1900, der zuvor die Messlatte auf 205 Elo gelegt hatte durch seinen Erfolg beim 40th Int. Chess Festival Città di Arco Open A gegen den Luxemburger Raymond Schneider (Elo 2285). Wochen zuvor hatte Marcel Mannhart geführt durch seinen Sieg bei der Schach-Olympiade in Batumi, wo er für das Liechtensteiner Team Ricardo Ernesto Chavez (El Salvador, 2302 Elo) besiegte.
In der Kategorie unter 1900 Elo liegt Jan Frei vorn durch seinen Sieg über Thomas Näf (2125) in der letzten SGM-Runde in der 1.Liga vorn: Jan trat mit Elo 1788 an und verbuchte damit ein Plus von 337 Punkten und trug entscheidend zum Klassenerhalt der zweiten St.Galler SGM-Mannschaft bei. Vorjahressieger Aaron Potterat wirft als Zweiter 199 Punkte in die Waagschale: Er besiegte in der SMM Kirushanth Sivanandan (1896) und erreichte ähnlich gute Werte weitere drei Mal im Weihnachtsopen. Rang drei belegt Jan Fecker, der in der ersten Runde des Bundesturniers "zuschlug": Gegen Frank Weidt (2066) machte Jan 190 Elopunkte wett. Ihm folgt auf Platz vier Raphael Perrin (plus 147 Punkte), der im Rosen-Open Stefan Thuner (1928) besiegte.
Gute Bären erlegten in der Kategorie >1900 Elo auch Thomas Akermann (Differenz von 175 Elo beim Sieg in der NLA über Manuel Valles, Elo 2317) und Vorjahressieger Yasin Chennaoui, der in der dritten SGM-Runde gegen Christoph Drechsler (2172) ein Plus von 170 Elo erreichte.
Mehr als 100 Elo-Punkte machten auch Thomas Schoch (127), Jürg Jenal (111), Elias Giesinger (107) und Christian Weigand (106) wett. Frank Wittenbrock

Alles nur Zufall?

Geteilter 2. Platz von Wolfgang und Jürg

Von Wolfgang Eisenbeiss
Anlass: St.Galler Schach-Klubmeisterschaft 2016 mit 16 Teilnehmern, 5 Runden an 5 Montagen nach Schweizer System (Paa­rungen gemäss jeweiligem Punktestand). Marc nach ELO-Wertung Nr. 1, Jürg Nr. 4, Wolfgang Nr. 11.
Vorfall in Runde 1: Wolfgang trifft auf Jürg. Schon bald läutet Wolfgangs Handy...Partie­verlust! Doch Jürg sagt: „Ach komm, wir spielen weiter“. Wolfgang gewinnt, sagt bei Jürgs Aufgabe: „Ach was, wir machen Remis.“ Die Umstehenden freuen sich über die gegenseitige Fairness.
In der 5. Runde vom 4. April trifft Wolfgang auf den bislang führenden Marc und macht Remis. Marc gewinnt das Turnier mit 4 Punkten aus 5 Partien. Jürg gewinnt seine Partie, womit er und Wolfgang je bei 3½ Punkte landen. Beide beenden das Turnier mit je zwei Siegen und drei Unentschieden ungeschlagen. Auch die Feinwertung (Summe der Punkte der unterschiedlich gehabten Gegner) ist mit je 13½ Punkten ausgeglichen, ebenso die verfeinerte Feinwertung (die Summe der Summen der Gegner) mit 68½. Beide teilen sich somit den 2. Rang.
"Nur ein Zufall!", sagen sich wohl die meisten. Andere fühlen sich mit sowas beschenkt und tragen den Denkanstoss weiter.
Nachwort: Beim Morgenkaffee am 6.4. erzähle ich die Geschichte meiner Frau, blättere dann durchs Tagblatt und sehe gleich die Buchbesprechung über Elke Heidenreichs neuestes Opus, Titel: „Alles kein Zufall“.